Jonathan Stroud: Die Trilogie um Bartimäus und Nathanel
Im Mittelpunkt dieser phantastischen Fantasy-Jugendbuch-Trilogie stehen der Magier Nathanel und sein Freund und Diener Bartimäus, seines Zeichens nichts Geringeres als ein Dämon, der seinen Herrn auf dessen Abenteuern begleitet. Den Auftakt bildet „Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“.
Bartimäus tritt zum ersten Mal mehr oder weniger unfreiwillig auf den Plan, als der junge Nathanel, der im ersten Roman noch ganz am Beginn seiner Magierkarriere steht, eine Beschwörungsformel aufsagt, ohne sich ihrer völlig sicher zu sein… Mit Humor, sprühenden Einfällen und einer temporeich erzählten Handlung nimmt „Das Amulett von Samarkand” sofort eine jugendliche Fangemeinde für sich ein.
Im Fortsetzungsband „Das Auge des Golem” hat sich Nathanel bereits zu einem bedeutenden Magier entwickelt, der nichts desto trotz immer wieder auf die Hilfe von Bartimäus angewiesen ist. Den Abschluss bildet „Die Pforte des Magiers”. Aus dem Zauberlehrling ist inzwischen ein Informationsminister geworden, der mit einer Fülle von schwierigen Problemen konfrontiert ist. Bartimäus ist immer wieder zur Stelle, allerdings nimmt er dabei eine zunehmend kritischere Haltung zu seinem Herrn ein.
Der englische Kinderbuchautor Jonathan Stroud konnte mit seiner Bartimäus-Trilogie, die auch als Hörbuch vorliegt, eine Jury aus jungen Lesern überzeugen und den Kinderbuchpreis 2007 gewinnen. Besonders hervorgehoben wird Strouds Fähigkeit, Charaktere liebevoll zu zeichnen, eine atmosphärische Dichte zu erzeugen, der man sich kaum entziehen kann, sowie die Ausgestaltung der besonders geistreichen und witzigen Figur des Dschinns Bartimäus.
Stroud ist bereits als Kind ein begeisterter Geschichtenerzähler. Nach der Schule studiert er Englische Literatur und konzentriert sich zunächst auf eine Lektor-Karriere, bevor er Mitte der 90er Jahre eigene Werke veröffentlicht. Der Erfolg stellt sich schnell ein.