Cornelia Funke: Tintenherz
Die Bücher von Funke machten süchtig, sagen die einen, Funkes Phantasiewelt sei ein Segen für die Kinder- und Jugendliteratur, behaupten andere. Wie dem auch sei: „Tintenherz” wie auch seine Nachfolger „Tintenblut” und „Tintentod“, die zwischen 2003 und 2007 erscheinen, sind wunderbare Geschichten um die geheimnisvolle Welt der Literatur, die Millionen von Kindern und Jugendlichen Freude bereiten und in ihren Bann ziehen.
Funkes Werk, für das sie zahlreiche Preise erhielt, ist umfangreich. Neben ihrem Hauptwerk, der Tintenwelt-Trilogie, hat sie Geschichten und Romane geschrieben, die teilweise verfilmt und auch fürs Theater adaptiert wurden, viele liegen als Hörbücher vor. Sehr beliebt ist auch die Serie um „Die wilden Hühner“.
Im Mittelpunkt von Tintenherz stehen der Buchbinder Mortima Folchart, Spitzname: Mo, und Meggie, seine Tochter. Mo verfügt über die geheimnisvolle Begabung der Zauberzunge, die seine Tochter geerbt hat, wie sich jedoch erst später herausstellt. Immer wenn er mit seiner wunderbaren Stimme aus einer Geschichte vorliest, gelingt es einzelnen Figuren, die Romanwelt zu verlassen und in die Realität hinüber zu wechseln, während Personen aus dem Umkreis von Mo, zum Beispiel seine Frau und Meggies Mutter, plötzlich in dem Buch verschwinden. Das führt natürlich zu diversen Verwicklungen und Irritationen und Abenteuern…
Funke entwickelt eine Fülle von phantastischen Figuren: Man spürt, mit welcher Begeisterung und Liebe zum Detail sie dabei ist, ihnen Spielraum zu geben und ihre eigene Dynamik entwickeln zu lassen. Wen wundert es, dass die Bestsellerautorin von Kindern aus aller Welt regelmäßig Post erhält und stürmisch bedrängt wird, weitere Bücher zu schreiben?