Sebastian Fitzek: Splitter

Wer hätte nicht schon einmal darüber nachgedacht, seinem Leben eine neue Wendung zu geben, insbesondere wenn es ein verkorkstes Leben ist? Eines, das durch tragische Umstände oder unverzeihliche Fehler mutlos macht, schwächt und resignieren lässt. Aber was genau hindert uns eigentlich oftmals daran, Altes hinter uns zu lassen, auch oder gerade wenn es schreckliche Erlebnisse birgt, uns zu lösen und neue Wege einzuschlagen? Was lähmt uns derart, wieder aufzustehen und Mut zu schöpfen, einen Neubeginn zu wagen und trotz allem optimistisch nach vorne zu blicken? Erinnerungen.

Fehler kann man, sehr viele jedenfalls, ausbügeln oder die Konsequenzen abmildern. Was bleibt, ist dennoch die Erinnerung. Und wie wäre es, wenn man genau die auslöschen könnte? Ein faszinierender Gedanke, der im Mittelpunkt von Sebastian Fitzeks neuem Roman „Splitter“ steht.

Die Hauptfigur Marc Lucas verliert bei einem selbst verschuldeten Unfall seine Frau. Die Qual seiner Erinnerung lässt ihn nicht mehr zur Ruhe kommen. Als er von einem psychiatrischen Experiment erfährt, das seine Erinnerungen auslöschen könnte, ist er wie elektrisiert und voller Hoffnung, seinem Leben wieder einen Sinn geben zu können. Doch was ihn ins Leben zurückholen soll, gerät schon nach wenigen Tests zu einem wahren Horrortrip, der auch den Leser nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

Sebastian Fitzek lebt Berlin. Er ist zwar promovierter Jurist, arbeitet jedoch nach dem Studium in der Programmdirektion eines Rundfunksenders und entwickelt auch Fernsehformate. 2006 landet er mit „Die Therapie“ ein überaus erfolgreiches Romandebüt. „Amokspiel“, „Das Kind“ sowie „Der Seelenbrecher“ sind weitere Romane von Fitzek, bei denen Gänsehaut und spannungsgeladene Atmosphäre sowie hervorragend recherchiertes Hintergrundwissen im Mittelpunkt stehen. Der Autor, der ein Bewunderer von Michael Crichton ist, schreibt schnörkellos und sorgt durch schnelles Tempo und überraschende Wendungen für atemlose Lesestunden.

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