Corinna Waffender: “Tod durch Erinnern”
Eine Tote im Berliner Tiergarten ruft Hauptkommissarin Inge Nowak auf den Plan. Das 36jährige Mordopfer Maike Ebeling wurde vergiftet. Bei den Ermittlungen stehen zunächst drei Fragen im Vordergrund: Hat sich die Ökologin in ihrem beruflichen Umfeld Feinde gemacht? Oder hatte ihre Geliebte einen Grund, Maike Ebeling zu beseitigen? Wie sieht es mit den ehemaligen Studenten aus – könnte hier jemand ein Motiv haben?
Inge Nowak recherchiert nicht nur eine zutiefst aufwühlende Vergangenheit des Opfers, sie gerät auch emotional aus dem Gleichgewicht, als sie sich verliebt.
„Tod durch Erinnern“ ist der erste Krimi von Corinna Waffender . Er besticht durch vielschichtige Charaktere, eine Kommissarin, die Nähe ausstrahlt und eine ungewöhnlich intensive psychologische Ausleuchtung des Opfers. Waffender tritt wie gewohnt sprachlich gewandt und stilsicher auf. Ihre Figuren entwickeln sich zu lebendigen Persönlichkeiten, die verletzbar sind und in ihrem Alltag bestehen müssen, die Ecken und Kanten haben. Die eingewebte Liebesgeschichte fügt sich wie selbstverständlich in den Handlungsrahmen. Sie gehört dazu, ohne aufgesetzt zu wirken. Einzelne Handlungsfäden werden am Schluss sorgfältig in das Gesamtbild verwoben.
Die Autorin Corinna Waffender, Jahrgang 1964, ist Literaturwissenschaftlerin, Dozentin und Übersetzerin. Sie veröffentlicht seit 1983 Prosa und Lyrik in verschiedenen Verlagen, darunter Rowohlt, Aufbauverlag, Querverlag, so zum Beispiel: „Flüchtig bleiben“, „Laut gedacht“, „Zwischen den Zeilen“, „Liebe hoch drei“, „Minutenromane“. 2000 erhält sie die literarische Auszeichnung des Autorinnenforums Rheinsberg.