Dan Brown: “Meteor” – ein eisiger Thriller

Dan Brown gehört zu den Autoren, die auch komplizierte wissenschaftliche und technologische Zusammenhänge so darzulegen vermögen, dass sie spannend und leicht nachvollziehbar in das Romangeschehen einfließen, ohne es zu überfrachten. Dabei serviert Brown sein recherchiertes Hintergrundwissen nicht auf dem Silbertablett und muss keineswegs mit Detailinformationen prahlen, denn die Story gewinnt seine Leser durch einen klar definierten roten Erzählfaden, interessante Charaktere und einen gut vorbereiteten Plot, dem man Seite für Seite entgegenfiebert. „Meteor“ steht „Illuminati“"Diabolus" oder „Sakrileg“ in Sachen atemloser Spannung in nichts nach.

Das Weiße Haus rüstet sich für den Wahlkampf. Rachel Sexton arbeitet für den Geheimdienst und ist pikanterweise zugleich die Tochter jenes Mannes, der den deutlich angeschlagenen Präsidenten Zach Herney im Amt ablösen will. Während Senator Sexton sich auf die Misserfolge der NASA einschießt und angesichts vieler Fehlschläge und horrender Geldverschwendung gehörig punkten kann, gelingt der Weltraumbehörde in der Arktis ein sensationeller Fund. Mittels moderner Satellitentechnologie entdecken Forscher einen Meteor im Eis, der nicht nur von ungewöhnlicher Größe ist, sondern sogar eine außerirdische Lebensform in sich birgt. Rachel Sexton begutachtet die Arbeit der NASA vor Ort, um neutral von der Entdeckung zu berichten. Doch kaum hat sie den Präsidenten und seinen Mitarbeiterstab informiert, stellt sich heraus, dass der Meteor nicht das zu sein scheint, was er vorgibt. Und plötzlich befinden sich Rachel und einige Wissenschaftler in Todesgefahr …

Meteor erschien 2003 auf Deutsch, in Kürze wird es einen neuen Dan Brown Thriller mit seiner beliebten Hauptfigur Robert Langdon geben: „Das verlorene Symbol“ erscheint im Herbst als Fortsetzung von „Sakrileg“.

Brown, der seine Protagonisten grundsätzlich in vergleichsweise kurz gehaltener Handlungszeit agieren lässt, beschränkt Langdons Abenteuer in seinem neuen Roman auf gerade mal 12 Stunden.

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