Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Der japanische Autor Haruki Murakami hat ein Buch übers Laufen geschrieben, zugleich ist es auch ein Buch über das Schreiben geworden. Nicht zuletzt ist jedoch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ eine Autobiographie in Form tagebuchähnlicher Aufzeichnungen, in der zwei lebensbestimmende Leidenschaften des Schriftstellers zu Wort kommen. Ein Lebensbereich scheint ohne den anderen gar nicht denkbar. Sie ergänzen und bedingen und erklären einander. So ist das Laufen langer Strecken, bis hin zum Marathon oder sogar Ultramarathon, durchaus mit der Arbeit an einem Roman zu vergleichen – das gilt natürlich nur für Murakami ganz persönlich, denn nicht alle Marathonläufer schreiben Romane und umgekehrt.
Wer als Langstreckenläufer unterwegs ist, wird in diesem Buch viele Parallelen zu seinem eigenen Laufen entdecken, denn bei aller Euphorie stellt Murakami immer wieder ganz pragmatisch fest: „Doch so sehr mir der Langstreckenlauf auch liegt, es gibt immer auch Tage, an denen ich träge und schwerfällig bin und keine Lust habe. Eigentlich sogar viele.“
Haruki Murakami ist 1949 in Kyōto geboren und wächst in Köbe auf. Er studiert Theaterwissenschaft und Drehbuch, arbeitet nach dem Abschluss der Universität zunächst in einem Plattengeschäft und leitet später eine Bar. Mit dem Schreiben beginnt er Ende der 70er Jahre. Murakami reist viel und ist zwischenzeitlich Gastdozent an der Princeton University sowie in Massachusetts. Seit 2001 lebt er in Ōiso.
Weitere Romane von Murakami sind unter anderem: „Wilde Schafsjagd“, „Naokos Lächeln“, “Tanz mit dem Schafsmann“, „Kafka am Strand.“