Tess Gerritsen: Die Chirurgin

Tess Gerritsen ist ausgebildete Internistin und arbeitet in Honolulu, als sie nebenbei mit dem Schreiben beginnt und sogleich einen Kurzgeschichten-Wettbewerb gewinnt. Der erste Roman erscheint 1987, ihm folgen acht weitere. Der erste Krimi, der einen medizinischen Schwerpunkt aufweist, wird durch ein Gespräch inspiriert, bei dem es um verschwundene Waisenkinder in Moskau und Organspenden geht. Gerritsen veröffentlicht nach Recherchen eines Reporters ihren Roman „Harvest“, der sofort die Bestsellerlisten stürmt, verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt wird. Weitere Medizin-Thriller folgen.

Die Chirurgin“ ist ebenso wie „Der Meister“, „Todsünde“, „Schwesternmord“ und andere Krimis ganz und gar nichts für schwache Nerven oder Leser, die sich mit der direkten Beschreibung von Gewalteinwirkung nicht anfreunden können oder mögen. Gerritsen nennt die Dinge beim Namen, manchmal mit schmerzhafter Deutlichkeit. Ein Unbekannter überfällt Frauen und tötet sie, nachdem er sie zuvor gynäkologischen Eingriffen unterzogen hat, was ein quälendes Martyrium für die Frauen bedeutete. Einige Jahre zuvor ist eine junge Frau, die Chirurgin Catherine Cordell, Opfer eines ähnlichen Überfalls geworden, den sie jedoch überlebte. Seinerzeit erschoss sie den Täter in Notwehr.

Nach den ersten Ermittlungen der Ermittler Thomas Moore und Jane Rizzoli wird klar, dass ein psychopathischer Mörder Jagd auf Catherine macht. Die schöne Chirurgin stellt fest, dass jemand sie zu beobachten scheint und nicht nur ihren Alltag, sondern offenbar auch ihre beängstigende Vergangenheit kennt. Eine nervenaufreibende Jagd beginnt, die den Leser nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

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