Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen

Alles begann 2006 mit „Gut gegen Nordwind“, einem E-Mail-Roman, der einen Aufsehen erregenden Erfolg verzeichnen konnte und inzwischen auch als Hörbuch sowie als Theaterstück vorliegt. Autor Daniel Glattauer lässt zwei Menschen zu Wort kommen, die sich per E-Mail-Kontakt kennen und lieben lernen, obwohl sie sich nie begegnen. Der Leser wird Zeuge ihrer Annäherung und gegenseitigen Faszination, ihrer Zuneigung und zunehmenden Vertrautheit. Das Ende schließlich lässt den Leser durchaus betroffen, wenn nicht entsetzt zurück… Nun aber sind Emmi und Leo in „Alle sieben Wellen“ wieder da.

Leo, der zwischenzeitlich in Boston war, kehrt zurück, und Emmi kann es kaum glauben, aber plötzlich antwortet er wieder auf ihre Mails, nachdem sie monatelang vergeblich darauf gewartet hat. Diesmal führt die erneute Annäherung der beiden auf einen anderen Weg. Sie lassen eine Begegnung zu, und die Folgen sind vielschichtig und voll emotionaler Verwicklungen, denn Leo hat mittlerweile eine Freundin und Emmi immer noch einen Ehemann.

Die Beziehungsgeschichte der beiden gewinnt bei aller Fiction zwischenzeitlich eine bedrängend authentische Dichte, als würde der Leser die Figuren inzwischen persönlich kennen. Die Charaktere sind überzeugend dargestellt, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ob es einen dritten Band geben wird, bezweifeln eingefleischte Emmi-und-Leo-Kenner. Genauso viele wetten jedoch dagegen.

Weitere Werke von Daniel Glattauer sind zum Beispiel: „Die Ameisenzählung“, „Der Weihnachtshund“ und „Darum“. Der Autor und Journalist ist 1960 in Wien geboren.

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