Ken Grimwood: Replay – Das zweite Spiel

Ken Grimwood verfolgt die uralte und immer wieder gern gestellte Frage nach der zweiten Chance in seinem Roman „Replay – Das zweite Spiel“ mit großer Konsequenz und bestechender Logik. Seine Hauptfigur Jeff Winston stirbt während eines Telefonats. Als er wieder zu sich kommt, erkennt er das College wieder, an dem 25 Jahre zuvor seinen Abschluss gemacht hat, und ihm ist auch bewusst, dass er die Möglichkeit erhält, sein Leben noch einmal zu gestalten, Fehler zu vermeiden, Träume zu verwirklichen, kurzum: Er kennt seine eigene Zukunft und kann nun alles daran setzen, im erneuten Anlauf alles besser zu machen. Aber das hört sich viel einfacher als es ist.

Jeff muss bald erkennen, dass er nicht nur eine zweite Chance erhalten hat, sondern er bekommt eine dritte, vierte, fünfte… Aber jedes einzelne Leben folgt anderen Mustern und Strukturen, und Jeff gewinnt bald den beängstigenden Eindruck, mit seinen neuen Entscheidungen zwar alte Fehler zu vermeiden, dafür aber neue zu machen, die andere Konsequenzen zur Folge haben, mit denen es sich auch nicht unbedingt besser lebt.

Und je öfter Jeff erneut ins Leben zurückgestoßen wird, desto weniger Sinn ist für ihn zu erkennen. Irgendwann entscheidet er sich, gar nicht mehr einzugreifen und sich einfach dahin treiben zu lassen. Aber damit hat der Spuk kein Ende.

„Replay“ ist bereits 1986 in den USA erschienen, 2004 bringt Heyne es in Deutschland heraus.Weitere Werke von ihm sind: „Breakthrough”, “Two Plus Two”, “Into the Deep”, “Elise” und “The Voice Outside”

Der Schriftsteller und Radiojournalist Kim Grimwood ist 1944 geboren und wurde nur 59 Jahre alt.

Der Beitrag besitzt Themenrelevanz zu Breakthrough Elise Into the deep Ken Grimwood Replay - Das zweite Spiel The Voice Outside Two Plus Two.